Bei den Ch’tis

Zunächst geht die Fahrt entlang der herrlichen Küste von Locronan nordwärts und dann durch den Parc Naturel Régional d’Armorique. Dort führt die D791 wieder einmal über eine dieser faszinierenden französischen Brücken, die Le-Marros mit Bois-du-Roz verbindet. Wenig später erreiche ich Brest, schwinge mich neugierig aufs Rad und kurve aus dem Hafengebiet eine mittelalterlich angelegte Serpentinenstraße…

Das sind alles bretonische Dörfer für mich

Wenn ich neulich noch unsicher war, ob ich mich nicht insgeheim schon in der Bretagne befinde, ist es nun sonnenklar: Man merkt es. Denn hier sind alle Ortsschilder und Wegweiser doppelt: Oben der französische Name, unten der bretonische. Sogar für TOUTE DIRECTION gibt es eine Übersetzung: DA BEP LEC’H. Es ist verwirrend. Und auch, weil…

Strandwetter

Hier passiert nicht wirklich viel. Eine Radtour zum Semaphore de la Pointe Saint Gildas wird von Google über merkwürdige „Radwege“ geleitet: Es ist heiß, die Strände sind heiß und dicht besiedelt, das Meer perfekt kalt. Bis die Strandhitze nicht mehr auszuhalten ist und ich lieber noch einkaufen fahre. Es ist immer noch heiß. Ich schaue…

Von gesperrten und anderen Wegen

Nächte, die ich nicht auf Campingplätzen verbringe, sondern einen der wenigen erlaubten und sympatischen Parkplätze entdecke, verlaufen manchmal nicht ohne Überraschungen. Die letzte Nacht auf Oléron verbringe ich am Ende einer Sackgasse neben einem Club Nautique. Die letzten Spaziergänger, Angler und Restaurantbesucher machen sich gemütlich auf ihre Heimwege und ich schlafe fast schon ein. Zwei…

Im Land von Cognac und Pineau, Huîtres und Moule frites

Es gäbe so viel zu berichten. Über den Regen, der mich bis nach Bordeaux verfolgt, über die Gastfreundschaft von Annie in St-Sorlin-de-Conac, über die Weite der Gironde und die beeindruckende Schönheit der Marais‘, die mich entlang der Atlantikküste der Pays de la Loire umgibt. Nur bin ich überwältigt durch die vielen Eindrücke, sprachlos. Radtouren auf…

Cerberus, der Höllenhund

Wer mich kennt, weiß es: Um Hunde mache ich einen Bogen. Sie aber nicht um mich. Meine Phobie konnte ich schon weitgehend eindämmen. Danke Frida, danke Betty, Paula, Wolf und die vielen anderen hartnäckig lieben Vierbeiner! Unweit der sehr südokzitanischen Stadt Cerbère lassen wir uns abends auf einem nicht weiter erwähnenswerten Campingplatz nieder. Es gibt…

Mistral

Im unteren Rhônetal geht eine steife Brise. Ich will so gern einfach mal auf einer Wiese liegen und ein Buch lesen. Der Wind an der Küste ist ungemütlich, die Touristenzonen an den Stränden auch. Ich fahre nach Norden aufs Land. Durch gepflegte Oliven- und Weingärten. Die absolute Entdeckung mache ich (nicht nur ich, sondern Tausende…

Étang de Berre

Ich bin so ein Schlaufuchs. Abends gucke ich mal nach der Bushaltestelle, damit ich weiß, welcher Bus mich am nächsten Tag nach der Wanderung nach Martigues zurückbringen wird. Die 29 ist es und sie fährt so ca. alle Stunde, auch an Samstagen und Schulferien (gibt nur zwei Kategorien im Fahrplan). Morgen ist schließlich Jour férié…

Madame Jaune

Wo sind denn immer die Menschen? Ja, das ist eine gute Frage. Ich schicke sie ja immer aus dem Bild, damit es schöner aussieht. Und manche Menschen sind ja auch komisch. Nur wenige zwar. Aber oft weiß man es nicht sofort. Die Nachbarn vom Zeltplatz z.B. haben einen Staubsauger im Einsatz. Danach hören sie Radio….

Route Napoleon

Die Landstraße ist schon kurz nach Grenoble mit „Nice“ ausgeschildert und so schön, dass ich kurzerhand beschließe, erstmal nicht die Autobahn zu nehmen. Dabei bleibe ich dann auch. Es ist warm hier und ich habe es nicht mehr eilig. Unterwegs erfahre ich, dass ich mich hier auf der Route befinde, die Napoleon einst auf seiner…