Wer nicht geht, kann nicht heimkommen

Was ist sonst noch so passiert? Im Laufe der dritten Woche kam überraschend die Mitteilung von höchstamtlicher Stelle: Die Datenschutzrichtlinie wurde brandaktuell angepasst und wir dürfen jetzt unsere privaten Endgeräte für dienstliche Zwecke benutzen. Hilfe, ich hab es ja geahnt, aber nun ist es sicher: ich war die ganze Zeit illegal unterwegs! Der Mietz haben…

Hier passiert jetzt jeden Tag was

Damit meine ich nicht, hier im Blog. Nein, es ist viel realer. Hier (im Sinne von hier) und nirgendwo anders. Ich könnte könnte auch gar nicht woanders sein, als hinter dem Küchenfenster. Und da draußen geht es richtig zur Sache:Pünktlich zum Home-Office steht morgens früh ein Baustellenfahrzeug da, ein Mann steigt aus, steht rum. Eine…

Des Wahnsinns fette Beute

„Hat dich der Wahnsinn wieder eingeholt?“, werde ich zuweilen gefragt. Gemeint ist dabei, wie mir der Schulanfang schmeckt. Ich sage dazu immer aufrichtig: Nein. Und ich meine es genau so. Es ist sehr schön, wieder zu arbeiten, und ich habe nur Schüler, mit denen es mir viel Spaß macht. Am dritten Tag stelle ich fest,…

Hurrah, Sommer!

Vielleicht hat mich das viele Reisen verdreht. Vielleicht hat es nur meinen Blick auf das eigene Land verändert. Oder auf alles Mögliche. Jedenfalls treffe ich zuhause nicht nur endlich wieder auf meinen Sohn, sondern auch auf sein Probe-Abo der Süddeutschen Zeitung, die Sonne brennt (endlich) heiß und ich lese. Und wundere mich. Und es ist…

Bei den Ch’tis

Zunächst geht die Fahrt entlang der herrlichen Küste von Locronan nordwärts und dann durch den Parc Naturel Régional d’Armorique. Dort führt die D791 wieder einmal über eine dieser faszinierenden französischen Brücken, die Le-Marros mit Bois-du-Roz verbindet. Wenig später erreiche ich Brest, schwinge mich neugierig aufs Rad und kurve aus dem Hafengebiet eine mittelalterlich angelegte Serpentinenstraße…

Das sind alles bretonische Dörfer für mich

Wenn ich neulich noch unsicher war, ob ich mich nicht insgeheim schon in der Bretagne befinde, ist es nun sonnenklar: Man merkt es. Denn hier sind alle Ortsschilder und Wegweiser doppelt: Oben der französische Name, unten der bretonische. Sogar für TOUTE DIRECTION gibt es eine Übersetzung: DA BEP LEC’H. Es ist verwirrend. Und auch, weil…

Strandwetter

Hier passiert nicht wirklich viel. Eine Radtour zum Semaphore de la Pointe Saint Gildas wird von Google über merkwürdige „Radwege“ geleitet: Es ist heiß, die Strände sind heiß und dicht besiedelt, das Meer perfekt kalt. Bis die Strandhitze nicht mehr auszuhalten ist und ich lieber noch einkaufen fahre. Es ist immer noch heiß. Ich schaue…

Von gesperrten und anderen Wegen

Nächte, die ich nicht auf Campingplätzen verbringe, sondern einen der wenigen erlaubten und sympatischen Parkplätze entdecke, verlaufen manchmal nicht ohne Überraschungen. Die letzte Nacht auf Oléron verbringe ich am Ende einer Sackgasse neben einem Club Nautique. Die letzten Spaziergänger, Angler und Restaurantbesucher machen sich gemütlich auf ihre Heimwege und ich schlafe fast schon ein. Zwei…

Im Land von Cognac und Pineau, Huîtres und Moule frites

Es gäbe so viel zu berichten. Über den Regen, der mich bis nach Bordeaux verfolgt, über die Gastfreundschaft von Annie in St-Sorlin-de-Conac, über die Weite der Gironde und die beeindruckende Schönheit der Marais‘, die mich entlang der Atlantikküste der Pays de la Loire umgibt. Nur bin ich überwältigt durch die vielen Eindrücke, sprachlos. Radtouren auf…

Cerberus, der Höllenhund

Wer mich kennt, weiß es: Um Hunde mache ich einen Bogen. Sie aber nicht um mich. Meine Phobie konnte ich schon weitgehend eindämmen. Danke Frida, danke Betty, Paula, Wolf und die vielen anderen hartnäckig lieben Vierbeiner! Unweit der sehr südokzitanischen Stadt Cerbère lassen wir uns abends auf einem nicht weiter erwähnenswerten Campingplatz nieder. Es gibt…