Zwei Tage habe ich in Polen immer mal wieder versucht, einen Blick auf das Stettiner Haff zu werfen. Mit dem Fahrrad, zu Fuß und dann auch mit dem Auto. Es ist immer der falsche Ort. Was ich zu sehen bekomme sind jede Menge Wald, ein Schuttplatz hinterm Schilfufer, ein noch geschlossener Aussichtspunkt mit Kassenhäuschen und Stacheldraht

und einen Kanal mit unbegehbarem Kiesufer.

Ich gebe auf und fahre abends hinter Świnouście über die Grenze.

In einer spontanen Laune biege ich gleich dahinter zum ersten deutschen Kaff (gelegen am Haff) ab und lande nach einigen Kurven an einem Parkplatz am Ende des Ortes Kamminke.
Was ich zu sehen bekomme, ist unglaublich:
Ringsherum das im Abendlicht glitzernde Wasser des Stettiner Haffs. Hinter einer verträumten Baumreihe ein sanfter Deich, auf dem Wohnmobile parken (oh, bleiben könnte man hier auch!), rechts ist ein Sandstrand.
Mein Blick schweift zum Bierlokal am linken Ende der Baumreihe. Mein Schicksal scheint besiegelt:

Man kann nicht dauernd vor seinen Problemen davonlaufen. Heute stelle ich mich.
Nach dem Sonnenuntergang reihen sich alle Möwen zum Schlafen ordentlich auf. Dann ist Feierabend.

und lachmoewemommsen reiht sich mit ein….
sach ma , was machste denn mit Rüdiger , wenn du wiesder zuhause bist?
Meinste der würde ich auch mal bei mir wohlfühlen?
Grüsse in die Kneipe
Aani
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Ausräumen, sauber machen, einräumen, weiterfahren.
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